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Sonntag, 23. Februar 2014

it hurts

the wind is blowing in my face
and the sun is beginning to raise
but there's still nothing i could do
because i sit here without you
the night will come soon
and i'll think of you
but nothing will ever change
i can't laugh altough it was my strength
oh, how i wish you were here
and my life could be without fear
my demons are strong
everything seems so wrong
the days will fade away
but these feelings will stay
i can't erase
i can't erase your face
out of my head
sometimes i wish i was dead

Dienstag, 28. Januar 2014

i'm so sorry

sorry, that i haven't visited you today
but i'm too weak
i can't to this anymore
i miss you so much
and i can't live with the hole in my heart
that you have left behind

Sonntag, 12. Januar 2014

Bitte nimm mich in den Arm,
ich brauche dich jetzt.
Ich bin traurig,
die ganze Zeit.
Und weiß nicht so recht, 
warum.
Doch in deiner Nähe verfliegt das.
Dann ist alles erträglich.
Du machst, dass auf meiner schwarzen Seele 
wieder Blumen blühen.
Ich habe solche Angst, dich zu verlieren.
Ich habe Angst, dass du mich irgendwann so siehst,
wie ich mich sehe.

Hässlich
Fett
Dumm
Unerträglich
Nervig
Nutzlos
Nicht gut genug

Ich brauche dich.
Du tust mir so gut.
Ich bin so glücklich,
dass du zu mir gehörst.
Ich lasse dich diesmal nie wieder gehen.
Ich liebe dich über alles.
Bitte bleib bei mir.
Ohne dich bin ich verloren
ohne dich bin ich nicht ich.



Montag, 16. Dezember 2013

Ich wollte nie etwas haben, dessen Verlust ich nicht verkraften könnte.

"Diese Leere, die du spürst, ist eigentlich der Schrei nach Wärme. Wärme und Liebe. Diese Leere ist schon so lange da, weil du schon so oft in deinem Leben Wärme bekommen und sie dann wieder verloren hast. Was ich dir jetzt sagen möchte: Du findest keine Lösung. Du kannst diese Leere nicht einfach vernichten und ein neues Leben anfangen. Sie ist ein Teil deines Lebens und du musst mit dieser Leere leben. Bis du die Wärme gefunden hast, die du suchst und brauchst. Doch wenn man schon so viele Menschen wie du verloren hat, lässt man keine Nähe mehr zu, aus Angst vor dem Verlust. Und keine Nähe heißt auch keine Wärme. Das könnte ein Teufelskreis werden."

Ich dachte, es würde einfacher werden wenn ich den Grund wüsste, warum ich nicht glücklich sein kann. Ja, vielleicht dachte ich auch, mein Psychologe hätte eine Lösung für das Problem. Aber ich hätte wissen müssen, dass dies nicht stimmt. Ich habe eigentlich das genaue Gegenteil von dem erreicht, was ich wollte. Er hat mir eine Stunde lang erklärt, wo meine Leere herkommt und ich saß nur da und konnte nicht sprechen und mich nicht bewegen. Ich habe mich ihm gegenüber geöffnet und doch, weiß er nicht einmal ansatzweise, was ich für schreckliche Gedanken habe. Und das ist gut so und wird auch so bleiben. Ich werde noch einmal hingehen, weil er das unbedingt möchte und danach werde ich mein Leben weiter leben, wie bisher. Jeden Tag der Versuchung widerstehen, Pillen zu schlucken oder mir die Pulsader aufzuschneiden, hysterische Lachanfälle kriegen, um nicht augenblicklich in Tränen auszubrechen, vor allen Menschen so tun, als wäre ich hart im Nehmen, lieben und hassen,letzteres - am meisten mich selbst, schneiden, trinken und Drogen nehmen.
Und all das um der Leere zu entgehen, die niemals verschwinden wird. Niemals.

Sonntag, 1. Dezember 2013

schwimm weiter, 
schwimm!
gib nicht auf,
nicht heute,
nicht jetzt.
kämpfe weiter,
du darfst nicht ertrinken.
du darfst ihnen
nicht den gefallen tun

Dienstag, 19. November 2013

soon

Du stehst in der Mitte einer Brücke und siehst dich um. Hinter dir, ist alles wunderschön. Deine Freunde stehen am Ende der Brücke und lächeln und winken dir zu. Hinter ihnen ist eine riesige Wiese, die von weiten aussieht, als hätte man buntes Konfetti darauf gestreut. Doch wenn man genau hinsieht, bemerkt man, dass die bunten Flecken wunderschöne Blumen sind. Die Sonne scheint und es sieht aus, wie in einem Paradies. Du möchtest dich umdrehen und zu deiner Familie und deinen Freunden laufen. Möchtest sie in die Arme nehmen und nie wieder los lassen. Möchtest, dein Leben lieben und leben.
Doch irgendwas, zieht dich zurück. Genau in dem Moment, als du den Schritt in Richtung der schönen Seite machst. Eine Hand, greift nach deinem Arm. Du versuchst sie abzuschütteln, doch es geht nicht. Vor deinen Augen zerfällt alles. Die Gesichter deiner Freunde und Familie ziehen sich nach unten, zu hässlichen Fratzen. Die Brücke zerbröckelt und dir bleibt nun nichts anderes mehr übrig, als in die gegengesetzte Richtung zu rennen, ohne zu wissen, was dich dort erwartet. Die Hand, kam aus der Dunkelheit. Und zieht dich schnell an die andere Seite der Brücke, damit du nicht in die schwarze, tiefe Schlucht fällst. Du denkst, du seist gerettet. Könntest, die ganze Welt umarmen. Weil du denkst, du hast überlebt.
Doch dann, schaust du um dich. Alles ist dunkel. Du siehst nichts, außer Dunkelheit. Nur in der Ferne brennt ein schwaches Licht. Du rennst dort hin um zu sehen, was dort ist. Um zu sehen, ob dich irgendjemand hier raus holen kann. Du rennst und rennst. Doch das Licht scheint unerreichbar. Je näher du ihm kommst, desto weiter weg ist das Licht. Und trotzdem gibst du nicht auf. Du rennst weiter, hast kaum noch Atem. Du weinst, versucht verzweifelt nach dem Licht zu greifen. Aber irgendwann merkst du, dass es aussichtslos ist. Dass es diesmal keine Lösung für das Problem gibt.
Also lässt du dich fallen. Der Boden ist kalt und nass. Es fühlt sich an, als würde er dich aufsaugen. Also liegst du da. Und weinst und schreist und schneidest und versucht verzweifelt einen Ausweg zu finden. Aber niemand hilft dir. Niemand kommt vorbei und hebt dich wieder hoch. Du wirst liegen gelassen. Und irgendwann, willst du auch nicht mehr aufstehen. Denn du weißt, es ist bald so weit. Es ist vorbei. Die Trauer, der Hass, die Hilflosigkeit, die Sehnsucht, der Schmerz, die Angst.... all das hat gewonnen. Hat dich komplett eingehüllt. Also liegst du da und wartest vergeblich auf den nächsten Morgen, obwohl du weißt, dass er nicht mehr kommen wird. Es ist zu spät. Niemand kann dich jetzt noch retten. Dein Ende ist nah.
                                                                                                                                      
Du wirst sterben.


Donnerstag, 14. November 2013

i lost control

"Mach den Fernseher bitte aus und setz dich zu mir. Ich möchte mit dir reden.".
Panik kroch in mir hoch. Immer, wenn meine Mutter diesen Satz sagte, hatte ich irgendetwas angestellt oder sie wollte mir unangenehme Dinge beibringen. Ich setzte mich auf die Couch und wartete darauf, dass sie weitersprach. Sie holte tief Luft und sagte dann:
''Mir ist aufgefallen, dass du in den letzten Wochen zickig geworden bist. Zickig und launisch und dass du nur noch in deinem Zimmer bist. Du gehst nicht mehr raus. Triffst dich nicht mehr mit Freunden. Und ich glaube, dass es mit ihm zu tun hat. Du hast seinen Tod immer noch nicht verkraftet. Das war bei mir damals auch so, als dein Vater starb."
Ich sagte garnichts. Ich stand nur auf und saß mich an den Esstisch. Ich wollte ihr nicht in die Augen schauen müssen, wollte ihr während diesem Gespräch nicht so nahe sein. Das war mir unangenehm, ich weiß nicht warum. Ich wusste nicht, was ich darauf sagen sollte, also sagte ich einfach garnichts. Ich schwieg und wartete. Auch sie sagte lange nichts, dann fing sie an wieder weiter zu reden:  
"Es ist, wie wenn sich ein Loch auftut, aus dem man nicht mehr rauskommt. An manchen Tagen denkt man, dass man sich wieder gefangen hat und dann kommen wieder die Tage, die dir das Gegenteil beweisen. Es ist, wie wenn dir jemand den Boden unter den Füßen wegreißt. Und ich möchte einfach nicht, dass es bei dir solange dauert, wie bei mir damals. Immerhin hast du deinen Opa ja auch noch verloren. Vielleicht wäre es besser, wenn du zu einer Psychologin gehst. Ich möchte dich nicht zwingen. Aber ich merke, dass du mit mir darüber nicht reden willst und du anscheinend auch niemand anderen hast, mit dem du damit reden kannst oder möchtest. Dir wird es gut tun, darüber zu reden. Ich weiß, wie sehr er dir fehlt. Überlege es dir bitte. Ich habe hier eine Liste mit 10 Psychologen, die hier in der Nähe sind. Les sie dir einfach mal durch. Und sag mir dann Bescheid. Ich halte es für eine gute Idee. Ich möchte nicht, dass es dir schlecht geht und ich rein gar nichts davon mitbekomme."
Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Alles verschwamm vor meinen Augen. Mir war Übel und ich hatte das Gefühl, dass ich mich jeden Moment übergeben muss. Ich wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte. Ob ich etwas antworten sollte oder nicht. Ich wusste gar nichts. Dass einzige, was ich in dem Moment wusste war, dass genau das passiert ist, was ich immer befürchtet hatte. Jemanden ist aufgefallen, dass mit mir etwas nicht stimmt. Und ich dachte ich hätte Kontrolle darüber.
Über meine Lügen,
über die Klinge, 
über alles, einfach alles.
Aber meine geliebte Kontrolle ist nun weg.
SIE IST WEG!

Dienstag, 12. November 2013

Schritt für Schritt, in den Tod

Die Bäume haben bald keine Blätter mehr. 
Der Wind nimmt sie mit und trägt sie an einen für uns unbekannten Ort. 
Es wird jeden Tag kälter. 
Der Wind lässt unsere Gefühle einfrieren und nichts ist mehr wirklich wichtig. 
Es regnet nur noch und die Luft riecht nach Schnee. 
Die Berge sind schon weiß und hinter dem dichten Nebel kaum zu erkennen. 
Und mit der nächsten Jahreszeit verändere auch ich mich. 
Ich fühle mich wie die nackten Bäume. 
Mir wurde das genommen, was mir wichtig war. 
Oder sind alle freiwillig gegangen? 
Habe nun niemanden mehr, der mich vor der Kälte beschützt. 
Ich werde erfrieren. 
Jeden Tag ein Stück mehr, bis auch ich an einem Ort bin, der euch unbekannt ist. 
Ich bin schwach. Werde jeden Tag schwächer. 
Ich habe keine Kraft mehr, um noch irgendwas zu tun. 
Möchte einfach verschwinden. 
Es ist geplant, bis ins kleinste Detail. 
So wie auch fest steht, dass der Winter beginnt und wieder endet, steht es fest, 
dass mein Ende bald kommen wird. 
Die Schlinge um meinem Hals zieht sich immer mehr zu. 
Und ich werde ersticken. 
Ich werde ersticken, während ich mitansehe  wie meine Welt zerbricht. 
Als wäre sie aus Glas und ihr werft die Steine. 
Du, den aller letzten. 
Ich sehe mit an, wie Menschen sterben, ohne die ich nicht leben kann. 
Sehe mit an, wie ich dir und allen anderen jeden Tag unwichtiger werden. 
Sehe mit an, wie alle Dinge die mal wichtig waren, immer mehr an Bedeutung verlieren und wie die Tage immer kürzer und die Nächte immer länger werden, ohne dass sich etwas ändert. 
Es tut mir leid, dass ich aufgebe. 
Ich habe wirklich versucht weiter zu kämpfen. 
Aber ich kann einfach nicht mehr. 

Ich schätze, das wars.

Montag, 4. November 2013

innerer Norden

Die Wut, die in mir hochkommt,
poltert mir durch die Adern
wie scheppernde Metallmülleimer
die der Sturm die Straße entlangweht.
Die Schlangen in meinem Kopf erwachen,
gleiten am Hirnstamm hinauf
und schnappen nach den dösenden Geiern.
Die Vögel schlagen einmal, zweimal,
dreimal mit ihren Nachtflügeln,
und schon kreisen sie hoch am Himmel.
Ihre Schatten verdunkeln die Sonne.
Ich verlor meinen Weg, 
doch du hast mich zurück ins Leben gebracht.
Nun bis du weg, 
und ich habe meinen Weg wieder verloren.
Ich bin mir sicher,
dieses mal bringt mich niemand mehr
zurück ins Leben.
Nicht dieses mal.

Montag, 28. Oktober 2013

vier

Ich möchte einschlafen und nicht mehr aufwachen. Aber sterben will ich nicht. Aber was wäre wenn... Wenn ich die Möglichkeit hätte.. würde ich in irgendeine Situation kommen, in der ich dem Tod ganz nahe bin, würde ich nichts machen, um zu verhindern ihm noch näher zu kommen, glaube ich.
Angenommene Situation: Man läuft über die Straße und ist währenddessen in sein Handy vertieft und merkt so nicht, dass ein Auto direkt auf einen zukommt. Also was machen? Schnell zur anderen Straßenseite rennen oder immer langsamer laufen? Letzteres scheint mir die bessere Option zu sein.
Warum kann ich denn nicht einfach mutig genug sein, um es selbst zu tun? Wäre bloß nicht dieses letzte Fünkchen Hoffnung da, dass mich daran hindert. Dieses letzte Fünkchen Hoffnung, wo mich dazu bringt "aber sterben will ich nicht" zu schreiben.
Dann wäre alles so viel einfacher.
Stattdessen öffne ich meine Hauthülle um frei zu sein und tanzen zu können.
Stattdessen trinke ich, bis zur Taubheit, damit die bösen Geister mich nicht mehr erreichen können.
Stattdessen rauche ich, um dem Tod pro Ziarette ein Stück näher zu kommen.
Ich wollte nie so werden.
Es tut mir so leid.
Ich wünschte, ich könnte ein anderer Mensch sein. Aber egal, wer ich versuche zu sein, es klappt nicht. Ich bin zwecklos. Jeden Tag frage ich mich, warum bin ich noch hier und du nicht?
Diese Leere, diese Erinnerung an ihn, dieses Gefühl der Hilflosigkeit... es bringt mich um.
Das Karussell dreht sich zu schnell. Ich will raus. Ich will meine Augen schließen können oder zumindest blinzeln. Ich will selbst bestimmen was ich fühle und was nicht. Aber niemand kann das beeinflussen. Ich auch nicht. Wieder dreht sich das Karussel. Um auszusteigen, müsste ich schreien, glaube ich. Aber ich kann nicht. Mein Korsett ist so eng geschnürt, dass ich kaum atmen kann.

Samstag, 26. Oktober 2013

Wie viel Abwesenheit eines geliebten Menschens können wir ertragen?

Nimm meine Hand,
bitte zieh mich wieder hoch.
Ich sinke!
Ich sinke immer tiefer,
dem Abgrund entgegen.
Meine Lunge füllt sich mit Wasser,
ich ersticke!
Ich ersticke wenn du mich jetzt nicht hältst.
Alles dunkel um mich herum,
alles dunkel und kalt.
Die letzten Atemzüge sind nah.
Alles stirbt.
Jeder Gedanke, Jedes Gefühl.
Das Blut in meinen Venen friert ein.
Ich greife nach deiner Hand,
doch ich merke,
wie ich ins Leere fasse.
Und dabei sehe ich dich doch,
so klar vor mir, 
deine Augen schauen direkt in meine,
ich spüre deine Nähe,
doch ich kann dich nicht berühren.
Dann erwachen,
alles wie immer,
der gleiche Ablauf,
jeden Tag.
So ist das Leben,
ohne dich.



Montag, 21. Oktober 2013

du fehlst mir einfach so

Ich halte das alles nicht mehr aus!
Ich halte es nicht mehr aus, jeden Tag mit Bus zufahren, weil ich weiß, dass du ihn sonst jeden morgen gefahren bist.
Ich halte es nicht mehr aus, die ganzen Lieder von Xavier Naidoo zu hören, weil wir eigentlich diesen Winter auf ein Konzert gegangen wären.
Ich halte es nicht mehr aus, Gitarre zu spielen, weil ich dir immer wieder versprochen habe, dir etwas vorzuspielen und es nie gemacht habe.
Ich halte es nicht mehr aus, zur Bandprobe zugehen, weil ich weiß, dass du an dem Tag, wo unser großer Auftritt war, gegangen bist.
Ich halte es nicht mehr aus, Menschen auf der Straße italienisch sprechen zu hören, weil ich mich dann daran erinnere wie du immer mit deinen Verwandten aus Italien telefoniert hast.
Ich halte es nicht mehr aus, in die Schule zu gehen, weil du immer der einzige warst, der auf meiner Seite stand, wenn es um schulische Dinge ging.
Ich halte es einfach nicht mehr aus, jeden Morgen aufzustehen und vor allen ein falsches Lächeln aufzusetzen, auch vor denen, die mir wichtig sind.
Ich halte es nicht mehr aus, am Wochenende feiern zu gehe, zu tanzen, zu trinken und zu lachen und so zu tun als hätte ich Spaß, obwohl ich mich in Wirklichkeit darauf konzentrieren muss, nicht in Tränen auszubrechen.
ICH HALTE DAS LEBEN OHNE DICH NICHT AUS!

Sonntag, 20. Oktober 2013

weak

Warum?
Ihr fragt nach dem Warum?
Geht in ein Sonnenstudio und grillt euch dort zwei oder drei Tage lang. Wenn die Haut Blasen wirfst und sich abpellt, wälzt ihr euch in grobkörnigem Salz und zieht dann langärmelige Unterwäsche aus einem Glassplitter-Stacheldraht-Mischgewebe an. Darüber tragt ihr eure normalen Klamotten, hauptsache, schön eng.
Raucht Schwarzpulver und geht zur Schule, um dort durch Reifen zu springen, Männchen zu machen und euch auf Befehl auf dem Boden hin und her zu rollen. Horch auf das Geflüster, das sich nachts in eure Köpfe schlängelt und euch hässlich und fett und dumm und Schlampe und Hure nennt.
Und "eine Enttäuschung", das ist das Schlimmste.
Kotzt und hungert und ritzt und sauft, weil ihr all das nicht mehr fühlen könnt. Kotzt und hungert und ritzt und sauft, weil ihr was zum Betäuben braucht, und es funktioniert. Eine Zeit lang. Aber dann wird das Betäubungsmittel zur Droge, und dann ist es auch schon zu spät. weil ihr euch das Gift inzwischen spritzt, direkt in eure Seelen. Es lässt euch verfaulen und ihr könnte nicht damit aufhören.
Bei jedem Blick in den Spiegel seht ihr einen Geist.
Bei jedem Herzschlag hört ihr einen Schrei und ihr wisst, dass nichts, aber auch wirklich gar nichts mit euch stimmt.
"Warum?" ist die falsche Frage.
Fragt lieber: "Warum nicht?"

Montag, 14. Oktober 2013

ganz schön okay?

Ich versuche mich krankhaft an deine letzte Umarmung zu erinnern, an deine letzten Worte. Aber ich weiß es nicht mehr. Ich weiß es einfach nicht mehr. Bin ich nicht scheußlich? Ich habe einfach unser letztes Treffen vergessen. Ich möchte das nicht! Ich möchte dich nicht vergessen.
Möchte mich nicht irgendwann fragen müssen, was deine Augenfarbe ist, wie dein Gesicht aussieht und wie sich deine Stimme anhört. Ich möchte das alles behalten. All diese Erinnerungen müssen bleiben! Denn wenn sie verschwinden, verschwindest auch du. Und ich habe dich nicht gehen gelassen. Nie wirklich. Auch wenn es jetzt schon Monate her ist. Ich werde dich nicht gehen lassen. Wenn schon du mir genommen wurdest, dann nicht die Erinnerungen an dich und alles, was du warst. Alles, was wir zusammen erlebt haben. Ich komme damit einfach nicht klar. Alle sagen, dass es irgendwann wieder 'okay' sein wird. Aber wie soll das bitte gehen? Wie soll es okay sein, dass du gegangen bist und ich dich nie wieder sehe? Wie soll es okay sein, dass ich deine Stimme nie wieder höre und dich nicht mehr umarmen kann? Wie soll es okay sein, dass alles weh tut? Leben, atmen, morgens aufwachen.
Denkt ihr wirklich, dass alles ist OKAY?
Nichts ist okay! Rein gar nichts! Und es wird auch nie wieder ansatzweise okay sein. Nie wieder! Und jeder, der etwas anderes sagt, hat keine Ahnung! Und da liegt das Problem. Niemand hat eine Ahnung.
Jeder sagt die selben Worte, jeder sieht mich mit dem selben Blick an und jeder lebt sein Leben weiter, als wäre nichts gewesen. Habt ihr es denn nicht gespürt? Wie die Welt eingefroren ist? Wie nun alles kalt und dunkel geworden ist? Habt ihr denn überhaupt nichts gemerkt? Ich werde Tag für Tag kleiner, werde Tag für Tag schwächer. Ich verstecke mich unter einem Panzer der Trauer und werde ihn nie wieder abwerfen.

“Ich wünschte, du wärst hier
Der Herbst ist die schlimmste Jahreszeit
Die Blätter fallen
Und sie fallen, als würden sie sich in den Boden verlieben
Und die Bäume sind nackt und einsam
Ich versuche ihnen zu sagen,
dass neue Blätter im Frühjahr kommen
Aber man kann Bäumen diese Dinge nicht erzählen
Sie sind wie ich, sie stehen bloß da
und hören nicht zu.
Ich wünschte, du wärst hier
” 
- Andrea Gibson

Freitag, 11. Oktober 2013

schwarze Wolke

Vielleicht ist es so, dass es nicht mehr besser wird. Dass es immer genauso bleibt, wie jetzt. Als würde jemand in diesem Moment die Gefühle einfangen und sie einsperren, für immer. Damit ich mich nie wieder anders fühlen kann. Es ist, wie eine schwarze Wolke die am Himmel steht. Sie ist immer da. An manchen Tagen scheint die Sonne, aber nie richtig. Denn die Strahlen erreichen mich nicht, weil die schwarze Wolke ihnen den Weg versperrt. Also steh ich dann da und schaue in den Himmel und sehe das Dunkle. Die dunklen Gedanken, die dunklen Erinnerungen und die noch viel dunkleren Gefühle. Und ich frage mich, was ich dagegen machen könnte. Ich denke nach, über Stunden denke ich über eine mögliche Lösung nach. Doch nichts scheint in Frage zu kommen. Eine aussichtslose Situation. Etwas, für dass es keine Lösung gibt. Egal, wie lange man nach einer sucht. Ob es nun regnet oder nicht. Ob die Sonne nun scheint, oder nicht. Die schwarze Wolke war immer da, ist da und wird da sein - solange ich lebe. Das ist macht mir Angst. Seit Wochen, Monaten, sogar seit Jahren der selbe Ablauf. Jeden Tag. Die selben Gedanken, die selben Gefühle und die selben Situationen. Und es gibt rein gar nichts, was man daran ändern könnte. Außer sich damit abzufinden. Und ich schätze, dass habe ich. Und die Gewissheit, dass es nun für immer so bleibt. Dass ich für immer so traurig sein werde, macht es leichter. Wirklich, das macht es leichter. Das mag sich merkwürdig anhören, aber es ist so. Denn so habe ich nichts mehr zu verlieren. Es werden mich irgendwann alle verlassen, aber vielleicht ist das dann okay. Weil ich sowieso schon leer bin. Ich wurde innerlich leer, weil jeder der gegangen ist, ein Stück von mir rausgerissen hat. Und jetzt ist nichts mehr übrig, außer die Leere. Und wenn man das gerade so liest, könnte man meinen, dass ich dann auch an nichts denke. Ich meine Leer - das heißt doch theoretisch auch  leere Gedanken, oder nicht? Aber so ist es nicht. In meinem Kopf sind so viele Gedanken, er ist überfüllt mit Dingen, die sich niemand jemals zu denken oder geschweige denn zu sagen trauen würde. Mein Kopf droht zu zerplatzen, in tausend kleine Stücke. Bis nichts mehr von mir übrig ist. Mein Kopf zerplatzt und meine Seele wird von innen zerfressen. Und jetzt gerade, in diesem Moment fühle ich mich wie ausgekotzt. Nein, wie tot. Es ist nichts vorgefallen, nichts ist schlimmer oder besser geworden. Alles ist beim alten.
Mein Äußeres lebt, während mein Inneres stirbt.




Dienstag, 8. Oktober 2013

102 Tage ohne dich

Weißt du noch damals?
In Italien habe ich dich immer mitten in der Nacht geweckt, wenn ich aufs Klo musste, weil ich mich nicht alleine getraut habe. Und du bist jedes mal mitgegangen. Obwohl die Toiletten nur zehn Meter von unserem Wohnwagen entfernt waren. Weißt du, seit du nicht mehr in Italien bist mit uns, ist alles anders. Niemand ist nun mehr da, der mit mir am Strand rumalbert. Niemand ist mehr da, der meiner Mama einen Eimer Wasser über den Kopf leert während sie schläft und dann ganz schnell mit mir wegrennt. Niemand ist mehr da, der mit mir eine Essensschlacht mit dem kompletten Campingplatz anfängt.
Oder auch zu Hause. Weißt du noch? Immer wenn ich nicht schlafen konnte oder mitten in der Nacht aufgewacht bin, weil ich Alpträume hatte, bin ich hoch zu euch ins Bett gekommen. Ich habe mich nie neben Mama gelegt, sondern immer neben dich. Und du hast immer sofort deine Decke angehoben, damit ich mich neben dich kuscheln kann. Und dann hast du immer die leuchtenden Sternaufkleber an das Regal über unseren Köpfen geklebt, damit ich keine Angst mehr hatte. Aber weißt du, dass hatte ich sowieso nicht. Nicht in deiner Nähe. In deiner Nähe bin ich in der Dunkelheit rumgelaufen und hatte keine Angst. In deiner Nähe war mein Leben vollkommen. Du warst immer der Teil der Familie, der für mich gefehlt hat. Du hast die Familie für mich vollständig und perfekt gemacht.
Du fehlst mir so sehr. Ich weine schon wieder. Aber das erzähle ich niemanden. Weil niemand darüber reden will. Weil jeder möchte, dass das Leben weiter geht und das die Trauer vergeht. Deswegen bleibe ich damit mit mir alleine. Ich vermisse dich so sehr. Egal, ob in Italien oder hier.
Weißt du, als du damals ausgezogen bist, ging alles ganz schnell bergab. Jeder drehte zu Hause durch, alle stritten nur noch, schlugen und verfluchten sich gegenseitig. In der Zeit habe ich mich zum ersten Mal geschnitten. Nein, nicht wegen dir. Aber das war irgendwann zu der Zeit. Jeden Tag, ein Schnitt mehr. Da hat es angefangen, dass ich mich selbstverletze. Ich wünschte, ich hätte niemals damit angefangen. Ich hatte da eine ziemlich schwere Zeit und alles ging schief. Aber davon wusstest du nichts und auch die anderen zu Hause wussten nur einen Bruchteil davon. Wirklich, seit du weg warst, gab es nur noch Streit zu Hause. Jeden Tag aufs neue. Das hat sich irgendwann aber wieder gelegt. Und alles war wie immer. Und mir ging es irgendwann besser. Das war Ende Herbst 2012. Da war eigentlich alles relativ okay. Und weißt du was dann passiert ist? Opa ist gestorben. Am 24.11.12. Genau ein Monat vor Weihnachten. Zwei Tage vorher waren wir noch bei ihm und haben uns bei ihm verabschiedet. Und deswegen war das vielleicht irgendwann zu akzeptieren. In der Zeit habe ich auch wieder viele Klassenarbeiten verhauen. Und es ging wieder bergab. Und gerade dann, als ich mich wieder aufrappelte und mich verbessern wollte, bist du gegangen. Das war am 28.06.13.
Du fehlst mir so sehr. Es tut weh, ohne dich atmen zu müssen. Ich kann das alles nicht ertragen. Ich bin mit meiner Trauer ganz alleine. Und sie wird nie vergehen. Niemals. Vorher werde ich gehen.

Samstag, 5. Oktober 2013

Ich bin so kaputt, und niemand merkt es.
Ich bin nicht okay,
ich bin nicht glücklich,
ich bin nicht stabil.
Das ist ein schlechtes Gedicht,
das ist ein trauriges Gedicht,
das ist ein kaputtes, leeres Gedicht,
es hat überhaupt nicht die Bezeichnung eines Gedichtes verdient,
weil die Dichtung wunderschön ist,
aber das hier, ist es nicht.
Es ist hässlich,
es ist kaputt,
es ist leer,
es ist zwecklos,
so wie ich.
Ich weine und ich schreie,
und ich bin müde.
Und ich will bloß,
dass sich alles aufhört zu drehen.
Ich meine, ich könnte es runterschlucken
mit Wodka
mit Pillen
oder mit silbernen Klingen aus Metall
oder vielleicht auch einfach wegrennen.
Aber ich kann nicht
weil ich Angst habe.
Ich bin entsetzt,
ich bin traurig,
ich bin leer,
ich bin kaputt,
ich bin eine Tragödie,
ich bin zwecklos,
ich bin ich.

Freitag, 27. September 2013

we all wanna be somebody

Immer mehr Risse, 
bis ich so kaputt bin, 
dass ich in mir zusammenklappe.
So viele Tränen,
bis ich in ihnen ertrinke.
So viele leeren Worte,
bis ich an ihnen ersticke.
So viel falsches Gelächter,
bis ich verlerne,
wie man wirklich lacht.
So viele Schnitte,
bis ich verblute.
So wenig essen,
bis ich so leicht bin,
dass ich davon fliegen kann.
So viel schreien,
bis meine Kehle trocken ist.
So viel trinken,
bis mein Körper taub wird.
So wenig schlafen, 
bis ich meine Augen
nie wieder schließen kann.
Und mich so leer fühlen,
bis ich sterbe.



Montag, 23. September 2013

achtundzwanzigsterjuni

Es ist Monate her, als ich dich das letzte mal sah.
Und doch sehe ich dein Gesicht noch vor mir.
 Ich weiß noch genau, wie deine Stimme sich anhört.
Trotzdem könne ich sie nie beschreiben.
Dein Parfüm steigt mir noch immer in die Nase,
wenn ich an dich denke.
Und wie du mir das aller letzte mal zugewunken
und mich dabei strahlend angelächelt hast,
werde ich wohl nie vergessen.
So wie alles.
Lauter kleine Erinnerungen,
die sich nicht aus meinem Gedächtnis löschen lassen.
Und genau diese Erinnerungen tun weh,
weil ich weiß, dass ich dich nie mehr wieder sehe.
Und jetzt, da du weg bist,
 ist alles dunkel und kalt.
Egal, wo ich bin.
Egal, wie viele Menschen dort sind.
Tief in mir drinnen, bin ich alleine.
Egal, wie oft man mir sagt, dass ich geliebt werde.
Egal, wie oft mir versprochen wird, immer für mich da zu sein.
Tief in mir drinnen, weiß ich,
dass die Worte nichts mehr bringen.
Und egal, was passiert oder was ich zu ändern versuche.
Eines ändert sich niemals.
Und zwar, dass ich alleine bin.
Schon immer war und immer sein werde.
Und dass du nicht mehr zurück kommst,
nie wieder.



Dienstag, 17. September 2013

bald.

Dieses leere und taube Gefühl von damals ist wieder da. Ich hatte solche Angst vor diesem Moment und jetzt ist es wieder passiert. Ich habe den Boden unter meinen Füßen verloren. Schon wieder. Nur diesmal ist es anders. Schlimmer. Endgültig. Es fühlt sich an, als würde ich auseinander brechen. In tausende kleine Stücke, bis nichts mehr von mir übrig ist. Als würde ich mitten auf der Straße liegen, ohne bemerkt zu werden. Werde getreten, erdrückt..
Oder als würde ich in einem leeren Raum sitzen, dessen Wände immer näher kommen. Und bald ist es so weit. Es fehlen nur noch wenige Zentimeter, dann berühren mich die weißen, kalten Wände. Sie werden mich erdrücken. Solange, bis ich keine Luft mehr bekomme und ersticke. Das wäre die Erlösung. Die Erlösung von dieser Leere, dieser Taubheit, der Drang zur Klinge. Erlösung vom schlechten Gewissen, dem Verlust, der Trauer und den nicht auszuhalten Gedanken.
Ich hätte es verdient, weiter zu leiden. Aber ich kann nicht mehr. Ich fühle mich vernichtet. Das Ende aller Hoffnung hat mich zerstört. Ich überlasse mich den schwarzen Gedanken, die mich umhüllen, wie ein Leichentuch. Immer tiefer bin ich in die Finsternis der Verzweiflung eingesunken. Ich weiß nicht mehr, ob ich noch lebe. Habe verlernt, wie sich das anfühlt. Muss mich versichern, dass ich noch am Leben bin. Brauche das Feuer unter meiner Haut, um der Ewigkeit nah zu sein. Bis ich ihr irgendwann so nah bin, dass sie mich mit nimmt.